Luxemburg verbietet als erster EU-Staat Glyphosat – Gnadenfrist bis 31. Dez. 2020

Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et du Développement rural, Luxembourg (L): Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Romain Schneider, setzt damit die Verpflichtung der Regierung um, indem er die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Glyphosatbasis auf luxemburgischem Boden verbietet. Der Koalitionsvertrag 2018-2023 – “Verzicht auf die Verwendung von Glyphosat bis zum 31. Dezember 2020”.
Verabschiedung der Glyphosatnutzung bis zum 31. Dezember 2020:
• Im Hinblick auf diese Verabschiedung wurden die betroffenen Akteure, wie Landwirte, Winzer, Gärtner und Genehmigungsinhaber vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung im Voraus über die geplanten Maßnahmen informiert; • Rücknahme der Zulassung für das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat ab dem 1. Februar 2020; • Der Zeitraum für den Abbau derzeitiger Bestände wird bis zum 30. Juni 2020 bewilligt; • Gnadenfrist für die Verwendung dieser Produkte durch professionelle oder private Anwender bis zum 31. Dezember 2020.

Freiwilliger Verzicht auf Glyphosat seit Herbst 2019:
• Landwirte, die seit dem Erntejahr 2019/20 auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Glyphosatbasis verzichten, werden im Rahmen der Landschafts- und Naturschutzprämie entschädigt.
• Akteure, die sich zur Einhaltung dieser Bedingung verpflichtet haben, erhalten eine zusätzliche Entschädigung pro Hektar in Höhe von 30 Euro für Ackerland, 50 Euro für Weinanbauflächen und 100 Euro für Obstanbau.
• Bisher nehmen 592 der 1.005 Betriebe, die ihre Teilnahme an dem Prämienprogramm für die Landschaftspflege bestätigt haben, auf freiwilliger Basis an dieser Maßnahme teil.

Romain Schneider begrüßt auch die Tatsache, dass die luxemburgischen Winzer die ersten in der Europäischen Union sind, die seit dem Erntejahr 2019-2020 zu 100% freiwillig auf die Verwendung von Glyphosat verzichten. Darüber hinaus erhalten Winzer, die sich verpflichten, freiwillig auf den Einsatz von Herbiziden in ihren Weinbergen zu verzichten, eine Entschädigung zwischen 500 und 550 Euro pro Hektar, je nach Hanglage. … read more – agribusiness-jobs.de, umwelttechnik-job.de, agrartechnik-jobs.de, lmv-jobboerse.deManfred Lorenzen, Soest
Quelle: Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et du Développement rural

Von |2020-01-26T10:45:20+00:00Sonntag, 26. Januar 2020|Presse|