Stellenangebot

Wissenschaftler/in für das Aufgabengebiet Sensorgestützte Erfassung des Kalkbedarfs

Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) ist ein national und international agierendes Forschungszentrum an der Schnittstelle von biologischen und technischen Systemen. Unsere Forschung zielt auf eine nachhaltige Intensivierung bioökonomischer Produktionssysteme.

Im Rahmen des Verbundvorhabens „Präzise Kalkung in Brandenburg - Management der Bodenazidität“ suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Wissenschaftler/in für das Aufgabengebiet Sensorgestützte Erfassung des Kalkbedarfs

Naturwissenschaftliche Forschung

Agrar

Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB)
Max-Eyth-Allee 100
14469 Potsdam
Deutschland

Die für Brandenburg typische hohe Bodenvariabilität innerhalb von Ackerflächen führt zu einem räumlich differenzierten Kalkbedarf. Durch neue, mobile Bodensensoren soll der Kalkbedarf kleinräumig kartiert werden. Für die Erzeugung entsprechender Düngungskarten werden Programme entwickelt. Die Projektergebnisse sind Landwirten und landwirtschaftlichen Beratern zu vermitteln.

Die Forschung und Entwicklung erfolgt in einem Projektverbund unter Leitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde zusammen mit drei Landwirtschaftsbetrieben, zwei landwirtschaftlichen Dienstleistern und zwei Forschungsinstituten.

Im Rahmen des Projektverbunds ist das ATB insbesondere für die sensorgestützte Schätzung des Kalkbedarfs zuständig. Das ATB verfügt über langjährige Erfahrungen mit der sensorgestützten Bodenkartierung (Proximal Soil Sensing) für die Präzisionslandwirtschaft.

Aufgaben
Sensorbasierte Schätzung der Basenneutralisationskapazität, insbesondere unter Nutzung von geoelektrischen, potentiometrischen und spektral-optischen Sensoren.
Entwicklung von Algorithmen zur Erstellung von Kalk-Düngungskarten. Unterstützung bei der Implementierung der Algorithmen in nutzerfreundliche Software (gemeinsam mit den Projektpartnern).
Unterstützung bei der Untersuchung von wirtschaftlichen und umweltschutzbezogenen Wirkungen ortsspezifischer Kalkung.
Präsentation der Forschungsergebnisse in Form von wissenschaftlichen Publikationen sowie Wissenstransfer in die Praxis (Vorbereitung und Durchführung von Seminaren, Erstellung von Informationsmaterial).
Unterstützung bei der Organisation des Projektes.

Anforderungen
Ausbildung: Studium der Agrarwissenschaften oder einer Disziplin mit Bezug zur Aufgabenstellung, wie z.B. Agrartechnik, Geoökologie, Umweltschutztechnik, chemische Verfahrenstechnik. Als Abschluss als wird mindestens der Grad Master/Diplom erwartet.
Berufserfahrung: Wünschenswert sind Erfahrungen in Forschung oder Beratung in mindestens einem der folgenden Gebiete: Proximal Soil Sensing, Pflanzenernährung, Bodenkunde, Pflanzenbau, Precision Agriculture.
Fachkenntnisse: Grundkenntnisse der Pflanzenernährung und Bodenkunde sind Voraussetzung. Ebenso erforderlich sind Kenntnisse fortgeschrittener statistischer Methoden, insbesondere nichtlineare Regression, multivariate Regression und räumliche Interpolation (Implementierung bevorzugt mit R oder Matlab). Wünschenswert sind Grundkenntnisse über eines oder mehrere der folgenden Gebiete: GIS, Datenbanken, optische Spektrometrie, Feldversuchswesen, Bonituren, Precision Agriculture.
Weitere Anforderungen: körperliche Fitness zur Durchführung von Feldversuchen (Bodenproben), PKW Führerschein, Englisch für wissenschaftliche Veröffentlichungen in Wort und Schrift.

Unser Angebot
Wir bieten die Möglichkeit zur Promotion oder Habilitation im Rahmen des Projektes. Dazu sind begleitende Ausbildungskurse an kooperierenden Universitäten verfügbar. Die direkte Betreuung einer Promotion ist durch Prof. Weltzien, Abteilungsleiterin am ATB und Fachgebietsleiterin Agromechatronik an der Technischen Universität Berlin, möglich.
Im Rahmen der ATB-Arbeitsgruppe „Bodenfruchtbarkeit/Bodensensoren“ und durch die Beteiligung am nationalen Forschungsprogramm „BonaRes“ (www.bonares.de) ist die Einbindung in ein größeres Forschungsnetzwerk gegeben.

Die Stelle ist projektbedingt voraussichtlich bis 31.12.2020 befristet. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L und mit einem geplanten Beschäftigungsanteil von 65 % (26 Wochenstunden). TV-L: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/ost?id=tv-l-ost-2016i&matrix=1 . Nähere Auskünfte erhalten Sie von Dr. Robin Gebbers (Tel.: 0331/5699-413, E-Mail: rgebbers@atb-potsdam.de) und im Internet unter www.atb-potsdam.de.

Wenn Sie sich mit Ihrer Fachkompetenz in unsere interdisziplinäre Forschung einbringen wollen, dann bewerben Sie sich bitte bis zum 13.03.2017 unter Angabe der Kennzahl 2017-4-1 per E-Mail (möglichst ein einzelnes PDF-Dokument) unter karriere@atb-potsdam.de.

Chancengleichheit ist Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.