Wie finde ich meinen Traumjob?
Damit Menschen ihren Traumjob finden, sollten sie sich immer erst ein Bild von der eigenen Person, natürlich aus persönlicher Sicht, anfertigen. Die nebenstehende Checkliste ist hierbei hilfreich. Wenden Sie die einzelnen Merkmale nach der Plus-Minus-Methode an.
Wer seinen Traumjob sucht, sollte alle Chancen und Medieninstrumente nutzen. Bis in die neunziger Jahre hinein wurden Stellenausschreibungen fast ausschließlich in Printmedien (Tageszeitungen oder Fachzeitschriften) ausgeschrieben. Zu diesen klassischen Instrumenten sind in den letzten zehn Jahren Stellenanzeigen in Online-Stellenbörsen hinzugekommen. Fast jedes Unternehmen nutzt diese Möglichkeit der Mitarbeitersuche auf der eigenen Webseite (Homepage) oder Online- Jobbörsen. Natürlich haben auch heute noch Initiativ-Bewerbungen eine große Bedeutung. Bewerber, die eine neue berufliche Herausforderung oder auch den ersten Ausbildungsberuf suchen, können in den Printmedien auch „Eigeninserate“ schalten. Initiativ-Bewerbungen in elektronischen Jobbörsen sind eine Möglichkeit, bergen aber auch gewisse Gefahren in sich, wenn die/der Stellensuchende seinen persönlichen Lebenslauf ins Internet stellt. Jeder Bewerber, der seinen Lebenslauf über dieses Medium platziert, sollte sich folgende Fragen stellen:
- Wer ist der Betreiber dieser Jobbörse?
- Was passiert mit meinen Daten ( Datenschutz)?
- Ist der Betreiber der Jobbörse seriös – gibt es begleitende persönliche Kontakte?
- Werden alle Daten verschlüsselt?
Beratungspartner Berufseinsteiger
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist für Berufseinsteiger in allen Fragen des Erwerbslebens der erste Ansprechpartner. Schon während der letzten Schuljahre begleiteten die Berufsberater der BA viele Schulabgänger bei der Frage der richtigen Berufswahl, und sie unterbreiten Vorschläge für eine erfolgreiche Bewerbung. Die BA ist auch Ansprechpartner für alle Fragen der Ausbildungswege. Wichtige Infos im Netz: http://www.arbeitsagentur.de Grundsätzlich ist es vor einer offiziellen Bewerbung besonders wichtig die Stellenanzeigen richtig zu lesen und zu analysieren:
- Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an den Bewerber?
- Welche Perspektiven und Herausforderung bietet das Unternehmen?
Richtig bewerben
Das Versenden der persönlichen Bewerbungsunterlagen sollte im Regelfall im letzten Schuljahr oder im vorletzten Semester erfolgen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, sich rechtzeitig zu informieren und möglichst viele Informationen einzuholen. Die schriftliche Bewerbung ist immer noch von zentraler Bedeutung – auch bei Onlinebewerbungen! Jede Bewerbung muss so aufgebaut sein, dass beim Lesenden schon ein positives Interesse geweckt wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang immer eine kurze prägnante Bewerbung, dies gilt besonders für das Anschreiben, welches den Leser positiv anspricht. Schon in dieser Phase muss das Unternehmen davon überzeugt werden, dass Sie als Bewerber der richtige Kandidat für die zu besetzende Stelle sind! Für eine positive Bewerbung müssen die relevanten Informationen ansprechend und vollständig sowie wahrheitsgetreu sein. Jede Bewerbung muss individuell auf die jeweilige Stellenausschreibung ausgerichtet sein. Es muss in wenigen Sätzen dem Leser klar werden, was den Stellensuchenden für diese Position qualifiziert. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören:
- Individuelles Anschreiben – maximal eine dreiviertel Seite, bestehend aus drei bis vier Textblöcken
- tabellarischer Lebenslauf lückenlos (individuell oder nach EU-Standardnorm)
- positives Bewerbungsfoto (farbig oder schwarz-weiß)
- Arbeits-, Lehr- und Praktikanten-Zeugnisse
- Schulzeugnisse mit Notenspiegel
- Zertifikate mit Zusatzqualifikationen (Sprach- oder auch Computerkompetenz).
Natürlich soll eine Bewerbung auch Informationen beinhalten zu den Stichworten: Hobbys, EDV-Kompetenz, Freizeitaktivitäten, eventuell auch persönliche und fachliche Kompetenzen. Auch Veröffentlichungen zum Beispiel aus der Schülerzeitung oder einer Studenten-Organisation werden durchaus positiv bewertet. Seine Gehaltsvorstellungen sollte der Bewerber nach Möglichkeit immer nur im persönlichen Gespräch nennen. Eine Formulierung mit den Gehaltsvorstellungen ist ein Relikt aus der Vergangenheit.
Äußere Form Der erste Eindruck beim Öffnen einer Bewerbungsmappe entscheidet häufig schon über die Frage, ob der Bewerber eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhält. Dazu einige wichtige Hinweise zu dem äußeren Erscheinungsbild einer positiven Bewerbungsmappe.
Der wichtigste Schritt bei jeder Bewerbung ist das Sichten aller Stellenangebote. Beachten Sie, dass Sie sich in einem Unternehmen nur einmal bewerben können, es gibt im Regelfall keine zweite Chance. Ohne eine entsprechende Form der Bewerbung verliert der Inhalt jeder Bewerbungsmappe an Bedeutung. Die Bewerbungsmappe sorgt grundsätzlich in ihrer Gesamtheit für einen ersten „positiven“ oder „negativen“ Eindruck. Jede Bewerbung spiegelt das persönliche Bild eines Bewerbers wider. Bringen Sie in Ihrem Anschreiben ihre persönliche Motivationen zum Ausdruck, warum Sie sich gerade für diese Position im Unternehmen bewerben. Lesen Sie die Unternehmens- Leitsätze auf der Homepage, weil sie sehr viel über Zielsetzungen, Image und Strategien aussagen –wichtige Informationen, die Sie im Anschreiben und beim Bewerbungsgespräch nennen sollten. Bewerbungsverfahren können sich durchaus über mehrere Wochen hinziehen – von der Anzeigenschaltung bis zum ersten Gesprächstermin. Die ersten Gespräche werden im Regelfall drei bis sechs Wochen nach Erscheinen der Anzeige geführt. Wer nach sechs Wochen noch keine Antwort erhalten hat, sollte einfach telefonisch oder auch per E-mail bei der Personalabteilung nachfragen. Eine Nachfrage zum Stand und zu den persönlichen Chancen der Bewerbung wird durchaus positiv gesehen.
Viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung!

